Unterrichtsorganisation

Eine Besonderheit in der Unterrichtsarbeit liegt darin, dass es, bedingt durch die Organisation in der Klinik, keine langfristigen  Klassenzusammensetzungen gibt.

  • Es existieren vier Klassenräume für die jahrgangs- und schulformübergreifenden Klassen:
    • Raum 316
    • Raum 317
    • Raum 318
    • Raum 319
  • In jedem Raum werden (nicht zeitgleich) 3 verschiedene Gruppen unterrichtet:
    • Gruppe 1: Altersstufe 6 – 10 Jahre
    • Gruppe 2: Altersstufe 11 – 13 Jahre
    • Gruppe 3: Altersstufe 14 – 18 Jahre
  • An drei Tagen in der Woche erfolgt die An- und Abreise der Kinder und Jugendlichen
    • Dienstag          vorwiegend Gruppe 3
    • Mittwoch          vorwiegend Gruppe 2
    • Donnerstag     vorwiegend Gruppe 1
  • Die Schule erhält an diesen Tagen eine entsprechende An-/ Abreiser – Liste
    • Die Kinder werden von der Schule den Klassen zugeteilt und der Therapieplanung gemeldet.
    • Am Tag nach der Anreise werden die Schüler in die Klassen aufgenommen. Es wird anhand der Vorgaben der Heimatschule ein Lernplan erstellt und mit dem Schüler besprochen.
  • Welche Schüler in der folgenden Woche abreisen, erfährt die Schule  in den drei  wöchentlichen Visiten, an der jeweils ein Lehrer teilnimmt.
    • Für die abreisenden Schüler wird eine Lerneinschätzung zum Arbeits- und Sozialverhalten erstellt.
    • Am Tag vor der Abreise wird der Schüler verabschiedet. Es wird der Arbeitsfortschritt mit ihm besprochen und Perspektiven für das weitere Arbeiten in der Heimatschule aufgezeigt.
  • In den wöchentlichen Visiten werden Diagnosen, Vorgeschichten, Entwicklung und Besonderheiten besprochen.
  • In der Schule gibt es wöchentliche Dienstberatungen, an denen alle Kollegen teilnehmen.
  • Die Schüler haben im Allgemeinen täglich 2 Stunden Unterricht. (Kann nach Therapieplan abweichen)
  • Die Raumbegrenzung wurde für die kleineren Räume 316 und 317 auf 10 Schüler festgelegt, für die größeren Räume 318 und 319 auf 12 Schüler. Größere Klassenstärken sind für ein pädagogisch sinnvolles Arbeiten in den gemischten Gruppen nicht effektiv.
    • Soweit möglich, wird eine Doppelbesetzung von Lehrkräften in den Stunden angestrebt.
  • Die Schüler arbeiten im Unterricht sehr selbstständig. Der Lehrer ist im Wesentlichen für die Anleitung, Führung und Hilfestellung verantwortlich. Das schülerzentrierte Arbeiten steht im Mittelpunkt. Die Schüler lernen, ihre Arbeit selbst zu planen, zu organisieren und durchzuführen, werden zu eigenverantwortlicher Tätigkeit geführt. Dazu führen sie ein Lerntagebuch mit Selbsteinschätzung und Kontrolle durch den Lehrer.
  • Auch Partnerarbeit und gegenseitige Hilfe wird im Unterricht gefördert. So unterstützen die Größeren die Kleineren, es werden gegenseitig Vokabeln abgefragt usw.
  • Soweit es möglich ist, wird auch das Arbeiten mit Medien unterstützt. In den Schulräumen stehen den Schülern Computer mit Lernprogrammen zur Verfügung, sie können Texte bearbeiten, Präsentationen erstellen und Tabellenkalkulationen nutzen. Auch ein Internetanschluss wird bereitgestellt.
  • Auf Schüler mit LRS oder Dyskalkulie wird im Unterricht besonders eingegangen. Sie erhalten Aufgaben zur speziellen Förderung und werden entsprechend betreut.
    • Aus den Therapie-Verordnungen und bei Visiten erfährt die Schule, welche Schüler von den Ärzten für die Förderung empfohlen werden.
    • In der eigenen Arbeit fallen auch immer wieder Schüler auf, die für die Förderung in Frage kommen.